Was uns 2016 bewegte

Besuchertoiletten wurden saniert

Ab Dienstag, den 13. September 2016 begann die Komplett-Sanierung der Besucher-Toilletenanlage im Tiergarten Bernburg. Als Ausweich wurde ein Toilettenwagen im Bereich der Drehtür zwischen Kolkraben-Voliere und Tiergartenschenke aufgestellt.

Behinderten-Mobiltoilette und daneben Toilettenwagen

Für Besucher mit eingeschränkter Beweglichkeit stand außerdem eine Mobiltoilette zur Verfügung. Während der Bauphase war kein Wickelraum vorhanden. Seit 18. Februar 2017 können die Toiletten wieder genutzt werden. (12.09.2016, 18.02.2017)

Tiergartenfest unter glühender Sonne

Auch 2016 war das traditionelle Tiergartenfest wieder ein Höhepunkt im Tiergartenjahr. 988 Gäste besuchten das Fest bei Temperaturen über 30°C. Schattenplätze waren begehrt.

Neben ganztägigen Angeboten wie Kindereisenbahn, "Hau den Lukas", Hüpfburg, Melkkuh und Streicheltieren, gab es auch wieder ein buntes Nachmittags-Programm auf der Festwiese.

Für das Mitmach-Programm "Kunterbunter Liederkoffer" hätten wir uns zum Anfang etwas mehr Publikum gewünscht. Aber mit der Zeit füllte die Musik die Bänke. Die Clowns Hops und Hopsi hatten für Kinderprogramm bereits zahlreiche mitwirkungsfreudige Assistenten aus den voll besetzten Publikumsreihen.

Leichtfuß im rot-weiß geringelten Köstüm mit Hut und Gitarre, daneben Lieder-Liesel in grün-weiß.

Leichtfuß und Liederliesel im Kinder-Musiktheater "Eine Königin für das Feenland".

Luftballonmodellieren

Am Stand der AOK entstanden Ballontiere.

Musikalisch war schließlich auch der letzte Programmbeitrag, als Leichtfuß und Liederliesel sich in einem märchenhaften Stück ganz dem Thema Wiese widmeten. Das Fest wurde von der AOK Sachsen-Anhalt unterstützt, an deren Stand zur besonderen Freude unserer jüngsten Besucher die verschiedensten Luftballontiere entstanden. (12.09.2016)

Jungvögel bei den Rotschnabeltokos - zum ersten Mal im Tiergarten Bernburg

Spannend wie ein Krimi verlief die Fortpflanzung der Rotschnabeltokos - die allererste Nachzucht dieser Art für den Tiergarten Bernburg überhaupt. Längere Zeit war nur ein einziger Vogel in der Voliere zu sehen, was im besonderen Schutzbedürfnis der Tokos während der Brut begründet liegt.

Sechs Rotschnabeltokos im Geäst sitzend

Elternpaar der Rotschnabeltokos mit ihrem vierfachen Nachwuchs.

Tokos sind nämlich Höhlenbrüter. Doch damit nicht genug. Das Weibchen mauert sich vor der Eiablage ein. Es verschließt die Öffnung der Höhle mit lehmigem Mörtel und verlässt während der gesamten Bebrütung und beginnenden Jungenaufzucht die Bruthöhle nicht mehr. Nur ein schmaler Spalt, durch den das Männchen Futter zureicht, bildet die Verbindung zur Außenwelt.

Dass tatsächlich Jungvögel geschlüpft waren, ließ sich nur anhand von Geräuschen erkennen. Das Weibchen, das zwischenzeitlich auch gemausert hatte, verließ das Nest etwas früher als der Nachwuchs, woraufhin der Spalt diesmal von den Jungen verschlossen wurde. Groß war die Freude schließlich, als gleich vier Jungvögel den Nistkasten verließen. Sie erblickten das zunächst recht spärliche Licht der Welt auf einem beinahe 10 cm hohen Bett aus Bambusblättern, das nahezu unbemerkt (wohl hauptsächlich vom Vater) in die Höhle eingetragen worden war.

Nennenswerte Fortschritte sind auch von den Gelbkehlfrankolinen zu vermelden. Hier wächst gerade der erste ausschließlich von seinen Eltern erbrütete und versorgte Nachwuchs auf. Sechs junge Frankoline folgen ihren Eltern auf Schritt und Tritt. (09.09.2016)

Erstmals Nachwuchs bei den Schwarzhalsschwänen

Vier von fünf frisch geschlüpften Schwarzhalsschwänen, im Vordergrund der Kopf der Mutter.

Wachsam behüten die Schwarzhalsschwan-Eltern ihre Sprößlinge.

Das gab es im Bernburger Tiergarten bisher noch nie: Nachwuchs bei den Schwarzhalsschwänen. Und das, obwohl dieses attraktive Schwanenart bereits seit Jahrzehnten nahezu ununterbrochen im Tierbestand vertreten ist. Nun endlich hat sich mit den ersten fünf Küken ein langersehnter Wunsch erfüllt.

Schwarzhalsschwäne in Familie

Familie Schwarzhalsschwan. Mitunter lassen sich die Jungen auf dem Rücken der Eltern transportieren.

Nestbau, Eiablage, Brut und Schlupf liefen im Teichgehege so natürlich wie nur möglich ab. Bleibt zu hoffen, dass die inzwischen einwöchigen Jungtiere genauso problemlos aufwachsen werden.

Erfreuliches gibt es derweil auch von den Kotsovato-Cichliden aus dem Afrikahaus zu berichten. Auch hier wachsen, unter intensiver Brutpflege durch die Eltern, erstmals Jungfische dieser bedrohten Buntbarschart auf. Weitere Jungtiere haben sind unter anderem auch bei den Emus und Zackelschafen eingestellt. (14.05.2016)

Neu im Tiergarten: HAWAZUZIE-Handwagen für entspannten Rundgang mit Kindern

Seit dem Pfingstwochenende bietet der Tiergarten Bernburg seinen Besuchern einen zusätzlichen Service. Am Beginn des Rundgangs können kinderfreundliche Handwagen mit unterschiedlichen Tiermotiven ausgeliehen werden.

Neuer Unterstand für die zur Ausleihe stehenden Handwagen

Direkt gegenüber der Tiergarten-Kasse warten die sogenannten Hawazuzies.

Der dafür notwendige Spezialchip ist an der Tiergarten-Kasse für eine Gebühr von 2,00 Euro bei Hinterlegung von zusätzlichen 8,00 Euro Pfand zu erhalten. Bei Rückgabe des Wagens wird das Pfandgeld dann an der Kasse im Tausch gegen den Spezialchip rückerstattet. Die Hawazuzies dürfen ausschließlich innerhalb des Tiergarten-Geländes genutzt werden. (14.05.2016)

26.000 Humboldt-Pinguine retten!
Aktion für den Erhalt des weltweit größten Brutgebietes des bedrohten Humboldtpinguins

Der Tiergarten Bernburg beteiligte sich am 24. April 2016 mit einem Informationsstand im Pinguingehege an der Protestaktion "26.000 Humboldt-Pinguine retten" gegen die drohende Gefährdung des weltweit wichtigsten Schutzgebietes für Humboldt-Pinguine. Zu der Aktion aufgerufen, hatte der Verein "Sphenisco - Schutz des Humboldt-Pinguins", dem der Bernburger Tiergarten als Mitglied angehört. Zoos aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich unterstützen mit dieser Aktion die Proteste chilenischer und peruanischer Organisationen gegen den geplanten Bau zweier Industriehäfen in unmittelbarer Nähe zum chilenischen Pinguin-Schutzgebiet "Reserva Nacional Pingüino de Humboldt". Die Hafenprojekte gefährden die Existenz des mit rund 13.000 Brutpaaren weltweit bedeutendsten Brutgebiets des global bedrohten Humboldt-Pinguins.

Vier Humboldtpinguine auf Felsen der Insel Choros

Humboldt-Pinguine auf der Insel Choros im Schutzgebiet "Reserva Nacional Pinguino de Humboldt" in Nordchile. (Foto: Nyrkx/Wikimedia)

Das Schutzgebiet umfasst die Inseln Chañaral, Choros sowie Damas vor der Pazifikküste an der Grenze der chilenischen Regionen Atacama und Coquimbo. Der nährstoffreiche, kalte Humboldtstrom ermöglicht dort eine besonders arten- und individuenreiche Tierwelt. Vier Fünftel aller Humboldt-Pinguine brüten hier. Sie versorgen sich und ihren Nachwuchs vor allem von den normalerweise riesigen Schwärmen der Südamerikanischen Sardelle oder Anchoveta. In derselben Meeresregion sind überdies auch 17 Wal- und Delfinarten heimisch.

Karte der Meeresregion La Higuera/Chanaral

Nordchilenische Meeresregion Insel Chañaral / La Higuera mit den in Aussicht genommenen Standorten der geplanten Industriehäfen Cruz Grande & Totoralillo Norte.

Es gibt jedoch Jahre, in denen das unregelmäßig auftretende Wetterphänomen El Niño das Zusammenspiel der Meeresströmungen derart stört, dass die natürliche Nahrungskette weitgehend zusammenbricht und ein Massensterben von Meerestieren einsetzt. Auch der Bestand der Humboldt-Pinguine ist in der Vergangenheit immer wieder auf natürliche Weise durch El Niño dezimiert worden.

Um so anfälliger sind die Bewohner dieser Meereszone gegen zusätzliche anthropogene Veränderungen, wie sie der Bau und Betrieb großer Häfen durch Schiffsverkehr, Lärm und Wasserverschmutzung erfahrungsgemäß mit sich bringt. Dennoch wurde der Bau eines ersten Hafens trotz erheblicher Bedenken der für Fischerei und Schutzgebiete zuständigen Behörden bereits genehmigt. Fischer sowie die lokale Bürgerinitiative MODEMA fechten die Entscheidung gerichtlich an, während das Genehmigungsverfahren für den zweiten Hafen (Totoralillo Norte) gerade in die entscheidende Phase geht.

Trupp Meerespelikane auf Felsen der Insel Damas

Neben Pinguinen bewohnen zahlreiche weitere Tierarten die Gegend, so auch die hier abgebildeten Meerespelikane auf Felsen der Insel Damas. (Foto: René Bongard/Wikimedia)

Erst vor Kurzem, nämlich im Jahr 2010, sollten in derselben Region drei Kohlekraftwerke errichtet werden. Nicht zuletzt Dank der Unterstützung durch "Sphenisco" gelang es, diese Gefahren abzuwenden. Es bleibt zu hoffen, dass es durch erneuten internationalen Protest gelingen wird, die Humboldt-Pinguine samt ihrer fragilen Lebensgemeinschaft einmal mehr zu retten. (24.04.2016)

Nacht acht Jahren Pause wieder ein junges Trampeltier

Neugeborenes Trampeltier mit feucht-krausem Fell noch vor dem ersten Aufstehen.

Neugeborenes Trampeltier ungefähr eine halbe Stunde nach der Geburt.

Lange erwartet, war es heute morgen gegen 7:30 Uhr plötzlich so weit. Die Herde der Trampeltiere im Bernburger Tiergarten erhielt endlich wieder Zuwachs. Stute "Tula" brachte in erstaunlich kurzer Zeit ein Hengstfohlen zur Welt, insgesamt bereits ihr dritter Nachwuchs.

Neugeborenes Trampeltier vor seiner Mutter stehend.

Fohlen auf der Suche nach dem mütterlichen Euter.

Für den aus dem Zoo Aschersleben stammenden jungen Vater ist es hingegen der erste eigene Nachkomme. Wie die übrigen Tiere der Gruppe hielt er sich während und auch nach der Geburt im Hintergrund. (04.04.2016)

Rückblick auf das Jahr 2015 sowie Frühjahr 2016

2015 war für den Tiergarten Bernburg in vielerlei Hinsicht ereignisreich. 62.960 Gäste besuchten den Tiergarten über das Jahr verteilt.

Männliche (links) und weibliche Kastanienente. Das Im Unterschied zum farbigen Männchen ist das Weibchen einheitlicher braungrau gefärbt.

Ein Pärchen der aus Australien stammenden Kastanienenten (Anas castanea). Männchen links im Bild.

Ganzjährig dominierte das Baugeschehen die Abläufe im Tiergarten. Der Parkplatz wurde einer Generalüberholung unterzogen. Das Afrikahaus wurde bei laufendem Betrieb in erheblichem Umfang saniert und musste wegen Bauarbeiten mehrmals vorübergehend für Besucher geschlossen werden. Zur Zeit finden noch einzelne Restarbeiten statt. Seinen Strom bezieht der Tiergarten seit letztem Jahr über eine neue Zuleitung, an die sich eine komplett neu und deutlich über dem Hochwassermaximum von 2013 errichtete Hauptverteilung anschließt. Umfassend rekonstruiert wurde in der zweiten Jahreshälfte auch das Schildkrötenhaus, welches demnächst unsere Spornschildkröten beherbergen soll.

Geöffnete Dachhaut des Afrikahauses

Abschnittsweise musste das Dach des Afrikahauses im Juli halbseitig erneuert werden. Dabei erhielt das Haus ganzflächig eine Aufsparrendämmung.

Völlig unvorhersehbar wurden außerdem zusätzliche Bauarbeiten notwendig. Dazu gehörten die Wiederherstellung des Vordachs der Tiergartenschenke nach einem Brandschaden sowie die Neuerrichtung der Übernetzung der Flamingoanlage, die durch den Abriß eines Starkastes von einer großen Silberpappel zerstört wurde, glücklicherweise aber die Flammenvögel verfehlte. Gleich mehrere Stürme hinterließen Schäden an Bäumen und Zäunen.

Bemerkenswertes geschah auch im Tierbestand. Ein Gelege unserer Königspythons konnte erfolgreich gezeitig werden. Noch nie zuvor hatten sich im Tiergarten Bernburg Schlangen vermehrt. Einige Arten überraschten uns mit besonders zahlreichem Nachwuchs. So erbrütete unser Pärchen Flammenkopfbartvögel im Laufe des Jahres nicht weniger als 17 Jungvögel. Zwei Pärchen Kurzohrrüsselspringer brachten es insgesamt auf acht Jungtiere. Neu in den Bernburger Tiergarten kamen Mähnengänse und Kastanienenten.

Besonders freuten wir uns über zwei männliche Großtrappen, die uns die Trappenstation Buckow im Dezember überließ, weil die betreffenden Individuen Individuen nicht ausgewildert werden konnten. Die Großtrappe ist global bedroht und in Deutschland bereits außerordentlich selten. Ohne aufwändige Hilfsmaßnahmen wäre die Art hierzulande höchstwahrscheinlich bereits komplett ausgestorben. Im Frühjahr konnten wir unseren Besuchern zum ersten Mal seit über 40 Jahren wieder jene stattlichen Vögel zeigen, die vor hundert Jahren noch regelmäßig auf den Äckern des Umlandes gesichtet werden konnten.

Unter den Fundtieren bewegte uns besonders das Schicksal eines Graukranichs, der sich ein Hüftgelenk ausgerenkt und bis zur Einlieferung bereits eine kleine Odyssee hinter sich gebracht hatte. Das Gelenk konnte operativ wieder hergestellt werden. Leider überstand der Vogel jedoch die Narkose nicht mehr. Mehr Glück hatten sieben verwaiste Sumpfohreulen, die aufgezogen und ausgewildert werden konnten. (04.04.2016)

Zwei Sumpfohreulen auf Rasen sitzend

Zwei der insgesamt sieben Sumpfohreulen (Asio flammeus).


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Zootier des Jahres 2017 ist der Kakadu. (Abgebildet ist der kritisch bedrohte Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia).


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