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Das Internet als Wissensquelle

In einer umfangreichen Bibliothek zwischen endlosen Reihen raumhoher Regale stöbern zu können, ist ein kaum zu ersetzendes Erlebnis. Allerdings findet man solche Büchersammlungen, wenn sie das eigene Interessensgebiet mit wissenschaftlicher Literatur abdecken sollen, besonders in kleineren Ortschaften nicht an der nächsten Straßenecke. Und selbst wenn man Gelegenheit hat, sich inmitten von Katalogen, Büchern und Zeitschriftenbänden zu vergraben, benötigt man zumeist reichlich Zeit, um geeignete Fundstellen aufzuspüren. Das Internet kann diesen Teil wissenschaftlicher Arbeit in real existierenden Bibliotheken, zumindest bisher, nicht vollständig ersetzen. Der Zuwachs virtuell zugänglicher Bibliotheken im Internet, den diverse Digitalisierungsprojekte schaffen, ist derzeit jedoch rasant und kann Recherchen erheblich ergänzen und gegebenenfalls vereinfachen.

Wir möchten auf diesen Seiten exemplarisch vorstellen, was der zoologisch-tiergärtnerisch Interessierte bei der Suche im und über das Internet finden kann. Ein erheblicher Teil tiergärtnerisch relevanter Publikationen ist allerdings schwieriger zugänglich, etwa, weil in kleinerer Auflage produziert und nur an einen beschränkten Interessentenkreis verteilt wurde. Andere Publikationen waren früher recht weit verbreitet, geraten heute aber, teilweise völlig zu Unrecht, in Vergessenheit. Leider trennen sich auch wissenschaftliche Bibliotheken aus Platzmangel in mitunter erschreckendem Ausmaß von inhaltlich wertvollen Beständen, weil das betreffende Forschungsgebiet aktuell nicht in Mode ist.

Willkürlich und in bescheidenem Umfang, aber durchaus aus ernsthaften Erwägungen, haben wir begonnen, hier Inhaltsübersichten von solchen unbekannteren und schwieriger zugänglichen Publikationen zu erstellen. Ziel ist, dem Suchenden die Orientierung zu erleichtern und Veröffentlichungen im Internet sichtbar zu machen, die sonst vielleicht völlig der Vergessenheit anheim fallen könnten. Aus Kapazitäts- und Urheberrechtsgründen können wir die Beiträge selbst bislang jedoch bestenfalls in wenigen Einzelfällen bereitsstellen. Wir möchten an dieser Stelle aber ausdrücklich dazu ermutigen, die Suche nicht gleich einzustellen, wenn die Suchmaschine Ihres Vertrauens den benötigten Beitrag nicht auf den ersten Ergebnisseiten als Link anzeigt. Es gibt auch eine Welt jenseits von englischer Sprache, eigener Muttersprache und bequemer Verfügbarkeit im Internet, die darauf wartet, entdeckt zu werden ...

Internet-Inhalte sind sehr veränderlich

Im Internet veröffentlichte Inhalte sind nicht zwangsläufig dauerhaft verfügbar und können, schon allein aus rein technischen Gründen, plötzlich unerreichbar werden. Dass die betreffenden Seiten zuvor in ein Internet-Archiv übernommen worden sind, ist keineswegs sicher. Dieselben Einschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit gelten auch für die Archive selbst. Erschwerend kommt hinzu, dass sich auch die Adressierung einzelner Seiten jederzeit ändern kann. Darüber hinaus kann sich auch der Inhalt unter ein und derselben Adresse mehr oder weniger deutlich erkennbar ändern.

Ein häufig anzutreffendes Phänomen sind deshalb sogenannte gebrochene Links. Das sind Verweise, die plötzlich gar kein Ergebnis mehr liefern oder zu völligen anderen Inhalten führen. Leider ist die Instandhaltung dieser Links äußerst zeitaufwendig. Sollte also ein Link nicht mehr funktionieren, ist es sehr gut möglich, dass der gesuchte Inhalt noch verfügbar ist und lediglich eine neue Adresse bekommen hat. Wenn das Projekt nicht gleichzeitig auch noch seinen Namen geändert hat, kann die Nachsuche mithilfe einer Suchmaschine durchaus noch zum Erfolg führen.

Die Verfügbarkeit über das Internet ist zwar in der Regel ziemlich schnell. Die Zuverlässigkeit mancher Inhalte ist aber in etwa so, wie in einem Archiv, wo man Dinge wahllos in irgendwelche Regale zurückstellen kann, Archivgut unschwer unbemerkt entwenden und auch schon mal die eine oder andere Textseite herausreißen, einfügen, übermalen oder überkleben kann.

Eine weitere Schwierigkeit betrifft die qualitative Bewertung der veröffentlichten Inhalte. Im Internet ist es wesentlich einfacher, ungeprüfte, zweifelhafte oder sogar bewusst falsche Informationen einzustellen und diesen auch noch zu einer größeren Reichweite zu verhelfen.

Veröffentlichungen im Internet unterscheiden sich also ganz prinzipiell von Veröffentlichungen in Printmedien. Das ist durchaus so gewollt und sinnvoll. Aber der Nutzer sollte sich der Unterschiede immer bewusst sein.

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"Literaturstudium ist die billigste Forschungsmethode"

Prof. Dr. Werner Gilde

(Licht und Schatten. Fachburchverlag, Leipzig 1982, S. 16.)

ein Absatz Hervorschauender Katta