Aktuelles

Jahresrückblick 2018

2018 war für den Tiergarten Bernburg ein ereignisreiches Jahr. 62.726 Besuche konnten im Laufe des Jahres verzeichnet werden. Außergewöhnlich heiße Temperaturen und lang anhaltende Trockenheit im Sommer hatten während der sonst besten Jahreszeit Zurückhaltung bei den Besuchern zur Folge. Erfreulicherweise konnten die Defizite der Sommermonate jedoch im Gesamtergebnis ausgeglichen werden. Zum Jahresende war die Anzahl der Besuche um 3.423 (5,8%) höher als im Vorjahr und mit den Werten von 2016 und 2015 gut vergleichbar.

Während das Bärengehege am Schloss nach dem Alterstod der Bärin "Bonny" wegen anstehender Bauarbeiten in diesem Bereich des Schlossensembles bis auf weiteres unbesetzt bleibt, gelang im Bärengehege des Tiergartens zum Frühjahr erneut die Zusammenführung der Braunbären "Scholle" und "Olinka" mit zwei jungen Europäischen Wölfen. Die Teichanlagen erhielten einen neuen Besuchersteg. Aus der vorübergehend verwaisten Anlage im Amerikahaus wurde ein Nachttiergehege für Fledermäuse und Gürteltiere. Mehr als vollwertigen Ersatz für die Sibirischen Streifenhörnchen erhielten wir in den Chinesischen Baumstreifenhörnchen. Der Baufortschritt beim Hirschgehege erlaubte nach Teilfertigstellung im Herbst die Ankunft eines neuen Weißlippenhirsch-Pärchens. Auch die Tiergartenschenke wurde um einen Anbau ergänzt.

Links grasender Braunbär, rechts schlafender Wolf

Entspanntes Zusammenleben: die Nähe des weidenden Braunbärs hält den Wolf nicht von einem Nickerchen ab.

Knapp 50 Wildtierarten und Haustierrassen brachten im Laufe des Jahres Nachwuchs. Besonders hervorzuheben sind dabei die Neuseelandlöffelenten, die im Bernburger Tiergarten noch nie zuvor geschlüpft waren. Die gehaltenen Tiere möglichst auch zu vermehren, ist kein Luxus, sondern eine ganz normale Anforderung an alle Zoos. Koordinierte Erhaltungszuchtprogramme können dabei helfen, diese Aufgaben und den damit verbundenen Aufwand unter Berücksichtigung von Spezialisierungsrichtungen zu verteilen. Tiere einfach nur zeigen zu wollen, ohne sich entsprechend um Nachwuchs zu kümmern, funktioniert hingegen nicht dauerhaft. Auch im Hinblick auf unsere Tradition in der Haltung von Bären müssen wir dieser Tatsache künftig wieder in die Augen sehen.

junger Weißhaubenhäherling, auf Zweig sitzend

Alles andere als selbstverständlich: Nachwuchs bei den Weißhaubenhäherlingen.

Ihre auffällige Lautgebung macht die Weißhaubenhäherlinge zu Publikumslieblingen und bereichert den Tiergartenbesuch mit besonderen Erlebnissen, wenn man sich darauf einlässt. Audio: © Andreas Filz / Tiergarten Bernburg

Im Konzept für die Weiterentwicklung des Bernburger Tiergartens bis zum Jahr 2030 spielt die umfangreiche Erweiterung der vorhandenen Bärenanlage deshalb eine ganz zentrale Rolle. Das Konzept zielt darauf ab, den Tiergarten für alle Besuchergruppen noch schöner, erlebnis- sowie lehrreicher zu gestalten, und zwar durch Begeisterung und Verständnis weckende, direkte Begegnungen mit Tieren in großzügigen und naturnah gestalteten Gehegen, denen in der vorhandenen Artenvielfalt ein dauerhaftes Bleiberecht gesichert werden soll.

Das Tiergarten-Entwicklungskonzept wurde im Mai dem Aufsichtsrat der Bernburger Freizeit GmbH vorgestellt und nachfolgend um Gewinn- und Verlustprognosen sowie Angaben zu Finanzbedarf und zeitlicher Priorisierung der vorgeschlagenen Bauprojekte ergänzt. Im Juni fand für die Mitglieder des Stadtrats eine Begehung des Tiergartens statt, eine Diskussionsrunde schloss sich am darauffolgenden Tag an. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet. Diese trat im September und November zu Beratungen zusammen. Der Hauptausschuss empfahl dem Stadtrat im Dezember, das Konzept zu beschließen. In der Stadtratssitzung am 13. Dezember jedoch verlas Stadtrat Dr. Kramersmeyer eine polemische Stellungnahme. Weitere Wortmeldungen monierten, dass dem Konzept ein Richtungswechsel fehlen würde, wobei unklar blieb, aus welchen Gründen ein Richtungswechsel für notwendig gehalten wird, welche Richtung man sich vorstelle und ob eventuelle Vorstellungen Einzelner überhaupt in dieselbe Richtung gehen würden. Daraufhin wurde der Antrag formuliert, die Beschlussvorlage zur erneuten Beratung in nunmehr den Planungs- und Umweltausschuss zu verweisen. Diesem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt.

Aus gegebenem Anlass appellieren wir eindringlich an die Bernburger Stadträte, den über Jahrzehnte in positiver Gesamtentwicklung - einem Organismus gleich - gewachsenen Bernburger Tiergarten nicht unter dem Eindruck schemenhaft präsentierter und in sich widersprüchlich bleibender Stimmungsbilder zur Disposition zu stellen. Wie jeder seiner lebendigen Bewohner lebt auch der Tiergarten als Ganzes und bedarf kontinuierlich der engagierten Pflege, kenntnisreichen Zuwendung und wohlwollenden Unterstützung. Bei genauerer Betrachtung wird über die nunmehr 110 Jahre des Tiergarten-Bestehens eine deutliche Verwandlung und Erneuerung erkennbar, die keineswegs abgeschlossen ist. Wir würden uns freuen, wenn insbesondere diejenigen, die weiteren Informationsbedarf verspüren, das Gespräch mit uns suchen würden. Gern erläutern wir ihnen unsere Überlegungen vor Ort und freuen uns auf die Ideen, die sie dabei mitbringen. (20.01.2019)


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Lageplan des Tiergartens als Vorschaubild

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