Bennett-Kängurus vermehren sich wieder

Es ist schon eine Weile her, dass das letzte Känguru-Jungtier im Tiergarten Bernburg das Licht der Welt erblickt hat. Doch nun herrscht endlich wieder Leben im Beutel.

Die Geburt erfolgte, wie immer, unspektakulär und unbemerkt. Nach rund 30 Tagen Tragzeit muss das wenig entwickelte Neugeborene den Weg in den mütterlichen Beutel aus eigener Kraft zurücklegen.

Damit beginnt die weitaus längere Beuteltragzeit, die bei Bennett-Kängurus etwa neun Monate beträgt. In dieser Phase befindet sich das heranwachsende Jungtier direkt an der Milchquelle.

Anfangs ist der einzige Hinweis auf einen belegten Beutel das intensive Beutelputzen durch das Muttertier. Später gesellen sich charakteristische Bewegungen im Beutel hinzu.

Gesäugt werden die Jungen auch nach Verlassen des Beutels noch für eine Weile. Doch bis dahin hat unser neugieriges Jungtier noch allerhand Zeit.(10.02.2012)

Erstmals Gelbkehlfrankoline geschlüpft

Es hat zwar mehrere Jahre gedauert, doch letztlich wurden Ausdauer und Beharrlichkeit belohnt: Vor knapp einer Woche schlüpften im Tiergarten Bernburg erstmals Gelbkehlfrankoline.

Nach Inkubation in der Brutmaschine und anfänglichen Schwierigkeiten sieht es nun endlich so aus, als ob auch die künstliche Aufzucht der afrikanischen Hühnervögel gelingen könnte. Zur Zeit sind die Küken jedenfalls quicklebendig. Vor allem ihr Sprungvermögen ist bemerkenswert.

All das spielt sich allerdings, für die Besucher unsichtbar, hinter den Kulissen ab. Ganz regelmäßig werden dort Nachwuchstiere herangezogen, Futtertiere vermehrt, Kranke gepflegt oder Fundtiere rehabilitiert. (19.01.2012)

Junge Achatschnecken

Die Achatschnecken vermehren sich im Tiergarten so stark, dass ein Teil des Nachwuchses verfüttert werden kann.

Jahresrückblick 2011

Nach ungewöhnlich schneereichen Monaten begann das Jahr 2011 im Tiergarten Bernburg mit einem erneuten Rekordhochwasser. Erstmals mussten zahlreiche Tiere auswärts untergebracht werden. Fast das gesamte Tiergartengelände wurde überflutet.

2011 begann im Tiergarten Bernbhurg mit einem neuen Rekordhochwasser

Hochwasser war das einschneidenste Ereignis des Jahres 2011.

Doch auch sonst war 2011 alles andere als arm an besonderen Ereignissen. Anfang des Jahres konnte die aufwendige Neugestaltung des Wisentgeheges abgeschlossen werden. Und im Herbst wurde der neue, vom Tiergarten-Förderverein finanzierte Spielplatz seiner Bestimmung übergeben.

Unsere Humboldtpinguine schritten erstmals erfolgreich zur Fortpflanzung. Ein Jungtier schlüpfte und wuchs problemlos auf. Auch bei vielen anderen Tierarten stellte sich Nachwuchs ein.

Sorgen bereitete hingegen unser Braunbär 'Scholle', der sich auf unbekannte Weise einen komplizierten Knochenbruch nahe des rechten Ellenbogengelenkes zuzog und glücklicherweise operiert werden konnte. Inzwischen läuft er wieder sehr gut, aber eine abschließende Beurteilung steht noch aus. Seit 'Scholles' Unfall leben auch unsere Wölfe bis auf weiteres von den Bären getrennt. Ob es gelingen wird, Bären und Wölfe wieder wie zuvor an einander zu gewöhnen, ist nicht sicher.

Mit über 14,5 Jahren mussten wir Ende des Jahres unseren Waldhund "Nono" in einem wahren Methusalem-Alter aufgrund gesundheitlicher Probleme einschläfern.

Mühe bereitete der Transport von zwei in Bernburg geborenen Geparden zum Zoo Lissabon. Nachdem mehrere Anläufe scheiterten, hatte es Ende November dann doch noch geklappt. Beide Katzen trafen wohlbehalten ein und haben sich inzwischen gut eingelebt.

Auch im Berichtsjahr kamen wieder mehrere Tierarten neu in den Tiergarten, darunter Langflossensalmler, Pirol und Goldfasan.

Außergewöhnliche Herausforderungen brachte auch die Versorgung von Fundtieren mit sich. Neben selten eingelieferten Einzeltieren wie Prachttaucher oder Bienenfresser sind vor allem zahlreiche verletzte Kiebitze zu erwähnen, die durch den fürchterlichen Hagelschlag im September zu Schaden kamen.

Alles in allem war 2011 ein Jahr, das rasant verging und wenig Zeit für Dinge abseits des Tagesgeschäfts ließ. Um so mehr möchten wir allen danken, die uns einmal mehr die Treue gehalten und den Tiergarten Bernburg nach Kräften unterstützt haben.

Wie gewohnt, werden wir hier auch 2012 über alles Neue berichten. Mehr zum scheidenden Jahr ist im Archiv zu finden. (31.12.2011)



 
Kletternder Katta

Katta

Die beliebten Lemuren mit den schwarz-weiß geringelten Schwänzen leben seit 2003 im Afrikahaus des Tiergartens.

 


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