Was uns 2013 bewegte

Pro oder contra Zoo? Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl - Parteien beziehen Position

Aus Anlass der bevorstehenden Bundestagswahl hat der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihrer Einstellung gegenüber Zoos und der Wildtierhaltung allgemein befragt.

Geantwortet haben FDP, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU/CSU und auch die Piratenpartei. Die Positionen liegen teilweise weit auseinander und sind für Zoofreunde und auch private Wildtierhalter durchaus beachtenswert. Lesen Sie in 22 Punkten, wie die genannten Parteien den Stellenwert der Zoos beurteilen, was sie von den Zoos erwarten und wer Haltungsverbote einführen möchte ... (03.09.2013)

Bericht über die Hochwasser-Ereignisse 2013

Nachfolgend berichten wir über die ersten Tage des zurückliegenden Hochwassers. Eine kurze Zusammenfassung und Ergänzung schließt sich an.

Freitag, 31.05.2013

Die Wasserführung der Saale und des unweit einmündenden Nebenflusses Wipper wird aufmerksam beobachtet. Bei Hochwasser üblicherweise benötigte Ausrüstung wird geprüft und ergänzt. Auf dem Wirtschaftshof kippt eine mehrstämmige, starke Weide überraschend um. Ein Teil der Wurzeln wird einfach aus der feuchten Erde gerissen.

Sonnabend, 01.06.2013

Erste Umsetzungen von Tieren aus tiefer gelegenen Gehegen in höhere Anlagen werden innerhalb des Tiergartens vorgenommen. Umgesetzt werden u.a. Zackelschafe und Bunte Bentheimer Schweine. Strohbunde werden in größerem Umfang vorsorglich auf Hänger geladen, um bei Bedarf schnell verfügbar zu sein. Mit fest eingestapelten Bunden kann der Stallboden vorübergehend erhöht werden, so dass die Tiere länger auf dem Trockenen bleiben.

Sonntag, 02.06.2013

Die Lage wird weiterhin eingehend beobachtet. Am Abend wird ein Nachtdienst eingesetzt. Im Tiergarten werden Gefahrstoffe und abschwemmbare Gegenstände gesichert. Im Rosenhag ist jetzt auch eine starke Eiche umgekippt. Am Wipperdamm fällt eine Birke um.

Quer im Rosenhag liegende, entwurzelte Stieleiche

Im benachbarten Rosenhag wurde eine starke Stieleiche entwurzelt.

Montag, 03.06.2013

Der Tiergarten bleibt wegen Hochwassers geschlossen. Bereits gegen 8:00 Uhr früh beginnt das Hochwasser direkt von der Saale aus in den Tiergarten einzudringen. Früher lief es immer zuerst von der zurückstauenden Wipper über diverse noch zu flutende Zwischenflächen in den Tiergarten.

Im Afrikahaus unter Wasser stehende mobile Voliere aus drahtbestannten Holzrahmen.

Im Afrikahaus wurden als Vorsorgemaßnahme Behelfsvolieren aufgebaut. Leider wurden auch sie in den darauffolgenden Tagen überflutet.

Eine starke Esche fällt quer über den Wirtschaftsweg auf das Dach des Zackelschaf-Stalles und nimmt mehrere kleinere Bäume dabei mit. Im Besucherbereich des Afrikahauses werden fünf zusätzliche Volieren aus mobilen, eigens für diesen Zweck vorbereiteten Gitter-Elementen montiert. Im Gepardenhaus wird der Boden einer Innenbox sicherheitshalber mit Paletten, Platten und Stroh erhöht. In die Ställe der Hirsche und Schweine werden Strohlagen eingebaut, um den Boden zu erhöhen. Die Wisente werden in der höher gelegenen Gehegeerweiterung abgesperrt. 59 Tiere werden zu den Zoos Halle und Aschersleben sowie zu einem Privathalter evakuiert. Innerhalb des Tiergartens werden weitere 45 Tiere in höher gelegene Notunterkünfte umgesetzt. Die Bentheimer Ferkel werden zur sichereren Unterbringung von ihrer Mutter getrennt. Die Opalracken müssen samt ihrem im Nistkasten sitzenden Nachwuchs umziehen. Am Ende des Tages sind bereits sehr viele Vertreter derjenigen Tierarten nach außerhalb evakuiert, die beim letzten Hochwasser 2011 den Tiergarten vorübergehend verlassen mussten. Von der Evakuierung der ebenfalls Junge aufziehenden Amazonen wird abgesehen.

Der Nachtdienst verlagert aus der überflutungsgefährdeten Scheune eine Anzahl Heu-Großballen auf höhere Stellen in Stallnähe.

Dienstag, 04.06.2013

Das Wasser hat die Volieren der Fasanerie erreicht. Als letzte Bewohner müssen die Rotschnabelkittas ausziehen. Ihr Nachwuchs wird nun von Pflegerhand weiter aufgezogen. Die Kängurus werden im höher gelegenen Stall eingesperrt - eine Situation mit der diese Tiere nicht vertraut sind.

Die Mess-Station für den Oberpegel fällt gegen 9:00 Uhr aus. Genaue Werte zum Anstieg des Hochwassers vor Ort fehlen dadurch. Wir müssen uns ohne eigene Pegelskala im Gelände über den Wasserstand informieren. Die telefonische Ansage war, wie immer bei Hochwasser, schon zuvor chronisch überlastet und versagt nun auch die Ansage des Unterpegels.

Für die Luchse wird eine Innenbox der Bärenhauses kräftig erhöht. Die Schnee-Eulen werden in das freigewordene Luchsgehege umgesetzt, weil ihr eigenes Gehege zu wenig höhere Strukturen besitzt. Für die Kängurus wird in einem Nebenraum des Stalls eine dicke Strohschicht eingebracht. Der Rand des Koiteichs wird mit Stapelkisten erhöht.

Gegen 17:45 Uhr erfolgt, für uns völlig überraschend, die Stromabschaltung für das gesamte Tiergartengelände. Die Stadtwerke hatten uns vorher telefonisch nicht erreicht. Wir hatten unsere Elektroverteilung so gut wie möglich geschützt und sahen keine unmittelbare Gefahr, solange der Höchststand von 2011 noch nicht erreicht ist. Damals musste glücklicherweise nicht abgeschaltet werden. Folgen der Stromabschaltung: Aquarien- und Terrarientechnik sowie Computer und Internetverbindung funktionieren nicht mehr, Heizungen, Kühl- und Tiefkühlzellen arbeiten nicht mehr, Fenster im nun auskühlenden Afrikahaus lassen sich nicht mehr schließen, mehrere Rolltore von Huftierställen lassen sich nicht mehr öffnen. Bis zum Anschluss von Notstromaggregaten am darauffolgenden Tag stehen den Mitarbeitern nur noch Handys zur Verfügung – solange der Akku hält.

Von der Feuerwehr zur Verfügung gestelltes Schlauchboot, hier mit Heubunden beladen

Mit Heubunden beladenes Feuerwehr-Schlauchboot.

Am Abend zeichnet sich ein rasanter Wasseranstieg ab. Der Nachtdienst und die herbeigerufene Verstärkung bringen unter enormem Einsatz weitere Erhöhungen in die Huftierställe ein. Schon bald kann der Traktor nicht mehr eingesetzt werden, weil das Wasser bereits zu hoch steht. Zur Verfügung steht nur ein Schlauchboot ohne Motor, das die Feuerwehr vorsorglich zur Verfügung gestellt hatte. Schwierig ist bereits die Verbesserung der Situation im Wildschweinstall, in dem jetzt zusätzlich auch ein Hausschweineber untergebracht ist. Nur noch durch die Fenster der Besucherseite und mithilfe des Schlauchboots kann weiteres Stroh und Heu in den Stall gebracht werden. Zu den am tiefsten gelegenen Bereichen mit den Hirschgehegen ist ein Vordringen in Wathosen aufgrund der Wasserhöhe, der reißenden Strömung und der Dunkelheit nicht mehr möglich. Eine zusätzliche Gefahr und Hindernisse bilden umstürzende Bäume. Am späten Abend wird der Tierpark Gotha informiert, dass die angebotenen Boote benötigt werden.

Mittwoch, 05.06.2013

Früh ist das erste zu lösende Problem, wie die Verstärkung zum Tiergarten gebracht werden kann. Über Leitstelle und Katastrophenstab werden Boote angefordert. Zuerst mit Booten vor Ort sind der Tierpark Gotha, der Bernburger Ruderclub und der Zoo Halle. Tierpark Gotha, Zoo und Universität Halle sowie Zoo Leipzig entsenden mit Transportfahrzeugen auch Tierpfleger, Tierärzte und Fördervereinsmitglieder, dazu zahlreiche Kisten für weitere Evakuierungen.

Die erste Erkundung vom Boot aus gilt den Hirschen und Schweinen. Fünf Damhirsche sind tot. Von drei Rothirschen ist noch einer am Leben und kann zu seiner Rettung nur versuchsweise freigelassen werden. Später wird er durch den beschädigten Außenzaun vom Tiergartengelände entweichen. Auch die beiden Wildschweine und ein großer Hausschweineber können nur noch freigelassen werden, damit ihnen die Chance bleibt, sich selbst zu retten. Im Stall war keine weitere Erhöhung mehr möglich. Für einen Teil der Meerschweinchen kommt frühmorgens die Rettung bereits zu spät, und dass obwohl ihre Boxen deutlich über dem bisher bekannten Höchststand lagen.

Blick vom Boot aus auf einen mehr als hüfthoch überfluteten Weg.

Blick von einem Boot des Bernburger Ruderclubs auf den Weg in Richtung Kranichgehege. Das Manövrieren war aufgrund der starken Strömungen und zahlreichen Hindernisse alles andere als einfach. Der abgebildete Wasserstand liegt ca. 20 cm unter dem Maximum.

Eilig georderter Nachschub an Gitterboxen wird mit den ersten Touren des THW-Bootes in den Tiergarten gebracht. In der Gegenrichtung verlassen weitere Tiere den Tiergarten. Schon bald wird, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht mehr nach Gefährdungsgrad unterschieden, sondern alles evakuiert, was unter den schwierigen Bedingungen noch transportierbar ist. Darunter sind auch Luchse und Geparden. Ohne medikamentöse Immobilisation sind sie nicht mehr in Kisten zu bringen, weil alle Schieber des Geheges zugestapelt sind. Und eine Immobilisation ist nur möglich, solange die Tiere keinen Zugang zu Wasser haben. Anderenfalls kann das Tier ertrinken, sobald es sich ablegt. Steht ein gefährliches Tier bereits mitten im Wasser, bedeutet die Immobilisation sogar den sicheren Tod. Die Rettungsaktion läuft, solange noch geeignete Kisten vorhanden sind und die Boote abtransportieren können. Nicht mehr zu retten, sind außerdem mehrere Bernburger Trommeltauben und alle vier Schlichtborstenhörnchen. Die Trommeltauben hatten ausreichend trockene Plätze zur Verfügung, wollten aber offenbar baden und hatten dann Probleme, das Wasser wieder zu verlassen. Bei den Hörnchen stürzte eine vorsorglich höher gesetzte, unverschlossene Rückzugskiste durch Auftrieb im Unterbau ins Wasser.

Die Flamingos stehen zu tief im Wasser. Alle 19 werden in einen ebenfalls überfluteten, aber deutlich höheren Stall umgesetzt. Einer ist nach der Strapaze zu schwach, um stehen zu können. Er wird tierärztlich versorgt und kann am Abend wiederhergestellt zur Gruppe zurück. Ein einzelner Wolf erhält ein Podest in seinem Stall. Die fest eingebauten Podeste in den Vorgehegen der übrigen Wölfe und Braunbären drohen, nicht mehr lange trocken zu bleiben. Hier werden mit hochkant gestellten Gitterboxen und Holzpaletten zusätzliche, höhere Podeste eingerichtet. Die Zwergziegen werden in die Heukammer umgesperrt, um dort auf stabile, oben trockene Großballen klettern zu können.

Rechts: Braunbären auf ihren alten, fest eingebauten Podesten. Es sind nur noch wenige Zentimeter Luft bis zur Überflutung. Links: neu eingebrachte Podeste aus hochkant gestellter Gitterbox und Paletten.

Für Bären und Wölfe mussten aus Gitterboxen und Paletten neue Podeste gebaut werden (links), da die nach dem Hochwasser 2003 fest eingebauten nur noch wenig Luft bis zur Überflutung hatten (rechts). Beide Arten kamen damit sehr gut zurecht.

Bis zum Abend machen wilde Gerüchte und Beschimpfungen im Internet die Runde. Der Tiergarten sieht sich deshalb gezwungen, sein Facebook-Seite zu deaktivieren.

Auch im Nachtdienst wird bis zur völligen Erschöpfung weiter an der Verbesserung der Situation in den Ställen gearbeitet. Unmengen von Heu und Stroh werden unter Taschenlampenlicht bei Eseln, Ponys, Hausschweinen und Lamas in die Ställe eingebracht.

Donnerstag, 06.06.2013

Früh werden große Probleme bei den Lamas festgestellt. Die Tiere hatten sich nicht im Stall einsperren lassen und sind mehrheitlich auch von selbst nicht auf das mächtige Strohlager gegangen. Zwei jüngere Tiere sind stark unterkühlt und extrem geschwächt, eine ausgewachsene Stute stark geschwächt. Vier jüngere Tiere haben die frühen Morgenstunden nicht überlebt. Die drei geschwächten Tiere werden mittels Schlauchboot auf den Wirtschaftshof transportiert und im erhöhten, rundum geschlossenen Ladebereich des Futteraufnahmewagens in der Sonne trocken gerieben, notdürftig stabilisiert und danach tierärztlich versorgt.

Das THW befindet sich mit seinem Boot auf der anderen Seite der Flutbrücke im Einsatz. Der Wasserstand ist inzwischen so hoch, dass das Boot vermutlich nicht mehr unter der Brücke durchkommt. Der ASB hilft mit einem Boot aus und transportiert weitere Tiere nach außerhalb, darunter in zwei Fahrten sämtliche Lamas, die in einer langwierigen und schwierigen Aktion zuvor einzeln per Schlauchboot aus dem Stall geholt werden.

Auch bei den Zwergziegen kam es in der Nacht zu einem Todesfall. Ein Jungtier muss von den Heuballen herab gestoßen worden sein und sich dabei unter Wasser verklemmt haben.

Der Wasserstand erreicht am Mittag sein Maximum. Im Mittel 80 Zentimeter über dem Rekordwert von 2011 steht das Wasser. Es ist für uns eine unvorstellbare Höhe, mit der niemand rechnen konnte. Mitarbeiter des Wasserkraftwerks lesen an der Skala des Oberpegels 7,00 Meter ab. Im Tiergarten steht es nochmals rund 10 cm höher.

Mit der Wasserrettung des DRK findet am Nachmittag ein neues Boot den Weg in den Tiergarten. Damit kann an verschiedene Ställe direkt herangefahren und ohne zusätzliche Zwischenschritte geladen werden. Bis zum Einbruch der Dunkelheit werden so Zwergziegen, Bockgruppe, Spornschildkröten und sogar die Shetlandponys evakuiert. Letztere schwammen bis zur Bootsladestelle und mussten auf dem Boot sehr beruhigt werden.

Flaches Aluminiumboot der Wasserrettung läuft mit Futtermitteln ein

Die Wasserrettung des DRK liefert Ersatz für verdorbene Futtermittel an. Mit diesem Boot wurden auch Ponys und Esel transportiert.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet sachlich über den Tod der Hirsche. Im Internet jedoch überschlagen sich die Spekulationen und Anfeindungen. Immer wieder müssen die Mitarbeiter und ihre Angehörigen dumme Sprüche, bösartige Unterstellungen und übelste Verunglimpfungen über sich ergehen lassen. Manche Medien zeigen kein Verständnis dafür, dass wir in dieser Ausnahmesituation andere Sorgen als ihre Berichterstattung haben.

Freitag, 07.06.2013

Obwohl das Wasser bereits langsam sinkt, werden mit der Wasserrettung zur besseren Versorgung noch die Esel und einige wenige Kleintiere evakuiert. Noch ist das Hochwasser nicht überstanden. Selbst eine zaghafte zweite Welle, könnte das Geschehen noch einmal drastisch verschlimmern.

Wisente, Ungarische Steppenrinder, Trampeltiere, Wildschweine, die ausgewachsenen Hausschweine, Braunbären, Wölfe, Zwergmungos, Emus, Flamingos, diverse Enten, Gänse und Schwäne, Weißnackenkraniche, Venezuela-Amazonen, Blauflügelara, sämtliche Schmuckschildkröten, Königspythons, Frösche, Fische und Wirbellose sind während des gesamten Hochwassers im Tiergarten verblieben und auch nicht zu Schaden gekommen.

Während dieser Zeit wurden über 400 Umsetzungen vorgenommen. Rund 315 davon waren Evakuierungen nach außerhalb. Die befreiten Schweine konnten bis zum 14. Juni alle wieder eingefangen werden. Am 20. Juni kehrten die ersten Tiere aus der Evakuierung in den Tiergarten Bernburg zurück: ein Pärchen Kolkraben.

Aufgeweichte und aufgetriebene Futtersäcke in der überfluteten Futterkammer

Auch die Futterkammer wurde erstmals überflutet.

An Vorräten, Geräten und Inventar haben wir große Verluste erlitten. Ein einziges Gebäude blieb vom Hochwasser halbwegs verschont. Dort stand das Wasser nur im Keller. Bei einigen Häusern lief das Hochwasser zu den Fenstern hinein. In mehrere Wege hat die reißende Strömung tiefe Furchen gegraben. An ruhigeren Stellen lagerten sich umfangreiche Schuttberge ab. Der Außenzaun in Richtung Rosenhag ist schwer beschädigt und muss komplett erneuert werden. Restwasser steht noch am Gehege der Trampeltiere auf dem Besucherweg, außerdem auf dem Parkplatz. Die Elektrik konnte noch nicht überall wieder zugeschaltet werden. (21.06.2013)

Angespülter Splitt bildet hohe Haufen.

An anderen Stellen bildete das ausgespülte Material hohe Sand- und Schotterbänke mit entsprechenden Untiefen.

Das Wasser kommt (1. Hochwassertag)

Seit ungefähr 8:00 Uhr dringt das Hochwasser der Saale in den Tiergarten ein und füllt zunächst die Senken. Letzte Vorbereitungsmaßnahmen wurden getroffen.

Die Krumbholzallee ist abschnittsweise überflutet

Die Krumbholzallee wurde im Laufe des Tages für den Verkehr gesperrt.

Zahlreiche Tiere wurden innerhalb des Tiergartengeländes in höher gelegene Gehege umgesetzt. Ein Teil der tierischen Bewohner wurde in die Zoos von Halle und Aschersleben evakuiert. An einem Wirtschaftsweg wurde eine große Esche entwurzelt und versperrt dort seitdem die Zufahrt.

Die Pegel der Saale entwickeln sich weiterhin besorgniserregend. Es ist damit zu rechnen, dass der Höchststand von 2011 schon bald eingeholt werden könnte. (03.06.2013)

Tiergarten Bernburg schließt bis auf weiteres wegen Überflutungsgefahr

Als Folge des weiterhin steigenden Oberpegels muss kurzfristig mit dem Beginn der Überflutung des Tiergartengeländes gerechnet werden. Auch die Passierbarkeit der Krumbholzallee wird dann beeinträchtigt sein. Der Tiergarten bleibt deshalb bis auf weiteres geschlossen.

Eine zusätzliche, schwer einzuschätzende Gefahr geht derzeit auch von umstürzenden Bäumen aus. (02.06.2013, 22:30 Uhr)

Quer im Rosenhag liegende, entwurzelte Stieleiche

Im benachbarten Rosenhag wurde heute eine starke Stieleiche entwurzelt vorgefunden.

Tiergarten ist noch nicht vom Saale-Hochwasser betroffen

Durch die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Tage und Wochen ist der Pegel der Saale auch im Raum Bernburg stark angestiegen. Der Fluss ist dadurch über weite Strecken ausgeufert. Zur Stunde besteht jedoch keine akute Überschwemmungsgefahr für den Bernburger Tiergarten. Auch die Zuwegung ist nicht beeinträchtigt. Die Einrichtung bleibt deshalb am Sonntag, den 2. Juni 2013 geöffnet.

Wie sich die Lage für den Tiergarten in den nächsten Tagen entwickeln wird, ist schwer vorhersagbar. Wir werden deshalb hier kurzfristig über eventuelle Veränderungen berichten.

Als reine Vorsichtsmaßnahme wurden einige Tiere bereits innerhalb des Tiergartens in höher gelegene Gehege umgesetzt. Dies betraf zum Beispiel Zackelschafe und Bunte Bentheimer Schweine. (02.06.2013, 08:45 Uhr)

Überall Jungtiere und Blüten

In vielen Gehegen des Bernburger Tiergartens ist in der letzten Zeit Nachwuchs zur Welt gekommen. Zu sehen ist er je nach Art mal mehr oder weniger gut und mitunter noch gar nicht.

So zeigt sich frischer Nachwuchs bei den Zackelschafen, den Bunten Bentheimer Schweinen, den Steppenrindern und den Bennett-Kängurus.

Etwas genauer hinschauen, muss man hingegen bei den Kattas. Zu gern halten die Mütter ihre Sprößlinge in den ersten Lebenstagen auf ihrem Bauch zwischen Armen und Beinen verborgen.

Sehr scheu ist noch das neugeborene Acouchi. Im dichten Pflanzenwuchs des Geheges im Amerikahaus kann es sich gut verstecken. Und auch der junge Temminck-Tragopan sucht noch gern Zuflucht im Gefieder seiner Mutter.

Die Nähe der Mutter suchendes Steppenrind-Kalb

Inmitten der Herde fühlen sich die Kälber der Steppenrinder sicher.

Blütenstand des Blauglockenbaums, Paulownia tomentosa

Zum Blütenreichtum des Tiergartens tragen derzeit auch die Blauglockenbäume bei.

Ganz und gar im Verborgenen wachsen die Küken der Europäischen Blauelstern heran. Die Eltern wählen nicht von ungefähr ein Nest, in das die Besucher nicht hineinsehen können. Ähnlich halten es die Pinguine, deren Nachwuchs die Geborgenheit seiner Bruthöhlen auch noch nicht aufgegeben hat.

Völlig hinter den Kulissen gab es außerdem Jungtiere bei den Buschschliefern.

Neben Ranunkelstrauch und Flieder blüht derzeit auch der Blauglockenbaum. Er ist beispielweise im Gehege der Lisztäffchen außen am Amerikahaus zu finden. (17.05.2013)

Erdmännchen-Update

In dieser Woche ist der Bernburger Tiergarten seiner künftigen Erdmännchen-Anlage einen großen Schritt näher gekommen. Die Genehmigung für die Errichtung und den künftigen Betrieb des neuen Geheges wurde erteilt.

Zur Finanzierung der Anlage können Erdmännchen-Fans jetzt auch durch den Kauf einer sympathischen Postkarte beitragen, die uns freundlicherweise von der Firma Zoolaloo zugunsten des neuen Geheges zur Verfügung gestellt wurde.

Die Erdmännchen-Postkarte ist ab sofort für 45 Cent an der Tiergarten-Kasse erhältlich. Auch Spenden für das neue Gehege sind weiterhin möglich und höchst willkommen. (09.05.2013)

Und plötzlich ist der Frühling da ...

Blühender Forsythienzweig

Endlich ist der lange Winter vorüber, Blüten und Blätter erscheinen allerorten. Gelb leuchten die Forsythien. Und der Hohle Lerchensporn, von den Bernburgern liebevoll Kakgänschen genannt, bedeckt den Waldboden im Krumbholz mit einem riesigen Blütenmeer.

Koskorobaschwäne und Turkmenenuhus haben bereits die ersten Küken. Kamerun-Schafe und Zwergziegen führen zahlreiche Lämmer. Und das erste junge Känguru verlässt ab und zu auch schon den Beutel seiner Mutter.

Für einige der bisherigen und künftigen Bewohner des Bernburger Tiergartens heißt es in diesen Tagen "Reisezeit", doch dazu demnächst mehr ... (18.04.2013)

Weiße Ostern - Programmänderung für Ostersonntag

Blick in den verschnieten Tiergarten zu Karfreitag

Aufgrund des anhaltend winterlichen Wetters kann das für Ostersonntag geplante Programm leider nicht ohne Einschränkungen durchgeführt werden. (29.03.2013)

Reichlich Schnee zu Mitte März

Nach dem Kalender sollte in wenigen Tagen der Frühling anbrechen. Statt dessen überrascht uns die Natur im März 2013 mit ungewöhnlich viel Schnee.

Die Volieren sind in weiße Tücher aus Schnee gehüllt

Die Volieren von Pfauen und Uhus sind blickdicht geworden.

In der Nacht zum 19. März fielen die weißen Flocken besonders ergiebig und überzogen das gesamte Gelände des Tiergartens, einschließlich aller Volierendächer, mit einer dicken Schicht aus feuchtem, schweren Schnee.

An einem Meisenknödel hängender Bundtspecht beim Fressen  Linde mit schneebedeckten Zweigen

Selbst Buntspechte können des Meisenknödeln etwas abgewinnen.

Derweil warten nicht nur die Menschen auf das Ende der kalten Jahreszeit, während sich ein bekannter Bernburger Bär langsam in Richtung Eisbär weiterentwickelt ... (19.03.2013)

Aus der Bärenskulptur am Tiergarteneingang wurde ein Eisbär

Rüsselspringer haben wieder Nachwuchs

Nach längerer Pause kam am 7. März endlich wieder ein Kurzohr-Rüsselspringer im Tiergarten Bernburg zur Welt. Zuletzt war dies 2006 geschehen.

Erst kürzlich konnten aus neu eingetroffenen, jungen Tieren zwei neue Rüsselspringer-Pärchen zusammengestellt werden. Eines davon lebt seitdem außerhalb des Besucherbereichs. Und genau dieses Paar hat nun Nachwuchs.

Es wurde ein weibliches Einzeltier geboren, das, gemessen an den Eltern, schon in den ersten Lebenstagen unglaublich groß erschien. Bei der Mutter wächst das Jungtier jetzt auf. Der Vater wurde, wie für Rüsselspringer üblich, rechtzeitig abgesperrt. (18.03.2013)

Jahresrückblick 2012

Im vergangenen Jahr besuchten 59.735 Erwachsene und Kinder den Bernburger Tiergarten. Die Besucherzahl entspricht damit dem Mittelwert für die letzten fünf Jahre.

Die größten Veränderungen betrafen unsere Shetlandponys. Sie konnten im August ein neu angelegtes Gehege beziehen.

neues Ponygehege

Shetlandponys auf der neuen Anlage.

Natürlich brachten die Tiergartenbewohner auch 2012 wieder zahlreichen Nachwuchs. Besonders bemerkenswert war darunter der erstmalige Schlupf eines Felsenhühnchens (Ptilopachus petrosus). Leider wuchs das Küken nicht auf, so dass wir auf mehr Glück im nächsten Jahr hoffen müssen.

Graukopfgänse, Gelbkehlfrankoline und Buchstaben-Schmuckschildkröten konnten erstmals erfolgreich vermehrt werden. Nach längerer Pause erfreuten uns auch die Bennett-Känguruhs endlich wieder mit Jungtieren.

Für große Würfe sorgten die Lisztäffchen mit Drillingen, die Buschschliefer mit Vierlingen sowie die Maras sogar mit Fünflingen. Wie zu befürchten, konnten leider in keinem dieser Fälle alle Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden.

Besondere Zugänge gab es bei den Raubtieren. So erhielten wir aus dem Zoo Mulhouse einen neuen männlichen Waldhund. Und über einen Zwischenaufenthalt in Münster kam aus dem Zoo Lissabon außerdem die Gepardendame "Salome" nach Bernburg. Allerdings klappte die Verpaarung im Allwetterzoo diesmal nicht, so dass es auch hier auf einen weiteren Versuch ankommen wird.

Bartagame

Bartagame aus Australien

Unter den auch 2012 zahlreich eingelieferten Fundtieren befanden sich ein Kernbeißer, eine vorübergehend flügellahme und letztlich doch wieder entwichene Nilgans sowie zwei eigentlich im Inneren Australiens beheimatete Bartagamen. Letztere werden voraussichtlich eine dauerhafte Bleibe im Tiergarten bekommen, auch wenn uns kein Australienhaus zur Verfügung steht.

Für Überraschungen waren nicht nur die Humboldtpinguine gut, als sie nach vier Jahren verständnisloser Inaugenscheinnahme endlich doch begriffen, wozu sich in der Tür zum Winterhaus eine pinguingroße Öffnung befindet. Auch Braunbär "Scholle" zog sich, nachdem der rechte Arm wieder vollständig ausgeheilt war, gegen Jahresende eine leichte Knochenverletzung im diesmal linken Arm zu - und musste sich abermals längere Zeit schonen.

Wie gewohnt, werden wir hier auch 2013 über alles Neue berichten. Mehr zum vergangenen Jahr ist im Archiv zu finden. (02.01.2013)


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